Medienmanagement und Kommunikation (MMK)

Schwerpunkt wählen und berufsfeldorientiert spezialisieren

Mit Schwerpunkten können sich unsere Studierenden ab dem 2. Studienjahr fachlich spezialisieren. In der Studienrichtung Digitale Medien stehen die Schwerpunkte Medienmanagement und Kommunikation (MMK) sowie Mediapublishing und Gestaltung (MPG) zur Auswahl. Die Entscheidung für einen der beiden Schwerpunkte muss bereits bei Studienbeginn getroffen werden.

Digital-Know-how für Marketing und Kommunikation

Wer den Schwerpunkt MMK wählt, kann zukünftig als Digital-Profi für Marketing und Kommunikation in Unternehmen und Verwaltungen an der Schnittstelle zwischen Medienmanagement und kreativen Medienschaffenden agieren. Dafür werden unsere Studierenden an die aktuellen digitalen Marketinginstrumente und Managementtechniken herangeführt. Sie lernen, deren Nutzung kritisch zu reflektieren, mit Augenmaß Medien zu analysieren und Ziele zu hinterfragen, um darauf aufbauend eigene kreative digitale und analoge Medienkonzepte und -produkte für die Praxis zu planen, umzusetzen und deren Erfolg zu kontrollieren.

Während des dualen Studiums erwerben Studierende mit dem Schwerpunkt MMK umfangreiche Kenntnisse in den Disziplinen Medientechnik und Produktion sowie Einsatz von digitalen Medien in Marketing und Unternehmenskommunikation (u. a. Konzeption und Umsetzung von crossmedialen Marketing- und Vertriebskampagnen). In den Praxisphasen werden im Besonderen diese Disziplinen in die Praxis übertragen und durch Realprojekte vertieft.

Zusätzlich zu den Studienrichtungsmodulen befinden sich ab dem 2. Studienjahr folgende medienmanagementspezifischen Inhalte im Curriculum:
 

  • Medien- und Marketingkonzeption
  • Medien-Automatisierung
  • Markenentwicklung
  • Werbung und PR

Die detaillierten Inhalte der Studienrichtung Digitale Medien mit Schwerpunkt MMK finden Sie in den Modulbeschreibungen.

Wir gründen eine Digitalagentur

Im Rahmen des Medienprojektes haben wir – die Studierenden des Jahrgangs MMK21 – den Auftrag erhalten, innerhalb von 2 Monaten eine fiktive Digitalagentur zu gründen. Um jede Facette des Projekts abdecken zu können, haben wir uns in folgende 6 Teilgruppen separiert: Projektmanagement, Geschäftsmodell, Produkte und Dienstleistung, Finanzierung, Kundengewinnung und Kommunikationsmedien.

Nun war es wichtig, die einzelnen Aufgaben einzuteilen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum großen Ziel zu definieren. Durch regelmäßige, selbstständige Gruppenarbeit, sowohl online als auch in Präsenz, konnten wir erste Fortschritte erzielen. Diese Fortschritte galt es dann gemeinschaftlich einzuordnen und in neue Ideen und offene Fragen umzuwandeln. In den wöchentlichen gruppenübergreifenden Meetings wurden in Management-Summaries die Zwischenstände präsentiert und in großer Runde diskutiert. Auf der Suche nach einer Geschäftsidee nahmen wir die fehlende Online-Präsenz einiger Kleinstunternehmen in der Umgebung Mannheim wahr. Um jedoch in der heutigen Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben, ist ein digitaler Auftritt unumgänglich. Wir beschlossen daher, mit unserer Digitalagentur dieses Problem durch z. B. Website-Erstellung als Dienstleistung anzugehen. Die Gruppe "Geschäftsmodell" arbeitete das ausgewählte Business-Modell Canvas heraus. Gruppe "Finanzierung" errechnete den genauen Kapitalbedarf und entschied sich dazu, eine GmbH zu gründen. Zur gleichen Zeit befasste sich die Gruppe "Produkte und Dienstleistungen" mit der Konkurrenz- und Marktanalyse, um das genaue Angebotsportfolio zu perfektionieren. Unsere beiden Marketinggruppen konzentrierten sich darauf, die Dienstleistung zu vermarkten und Wege zu erschließen, um das Zielpublikum zu erreichen. Um genauere Einblicke in die Zielgruppe zu erlangen, führten sie sogar mehrere Interviews mit dieser durch. Während des gesamten Projekts sorgte die Gruppe "Projektmanagement" für eine effektive Kommunikation, Organisation und Konfliktlösung.

Nach intensiven und anstrengenden Wochen voller Arbeit, präsentierten wir am 14.03.2022 voller Stolz unsere konzipierte Digitalagentur. Fachlich haben wir jeden Aspekt einer Unternehmensgründung kennengelernt. Methodisch konnten wir uns sowohl in korrekter wissenschaftlicher Recherche als auch in Interviewführung üben. Außerdem konnten wir Erfahrung in der Kommunikation in Projekten sammeln und haben die Wichtigkeit dieser erkannt.

Name aller Studierenden: Julia Staska, Emilia Wirtz, Lino May, Mike Vormann, Simon Hans, Nicole Dengel, Lilly Grießhaber, Maxime Gabat, Clara Kurz, Tobias Ferdinand, Débora Alves Tomaz, Lea Schröder, Carolin Franzreb, Gülsüm Sapuk, Max Hardy, Johanna Klüpfel, Torben Dietz, Niklas Stadler, Sophia Eller, Noemi Sommer, Martina Pieller, Amelie Raber, Isis Jendahl, Selina Franck, Alexander Haas, Naima Pepper, Elena Tauber, Franca Helfert, Tessa Pfister, Larissa Klapfenberger, Sascha Erles.

Dozenten: Prof. Dr. Gerald Lembke, Stefan Falke; Auftraggeber: DHBW Mannheim in Vertretung durch Prof. Dr. Gerald Lembke

Text: Tobias Ferdinand, Alexander Haas, Carolin Franzreb, Lea Schröder

Projekt Ankerstelle

Vom 11.01.-15.03.2022 wurde im Rahmen des Medienprojekts des 5. Semesters das Projekt "Ankerstelle", unter Leitung von Florian Binsch (Pfarrer und Verantwortlicher der Ankerstelle), durchgeführt. Die Ankerstelle ist ein sozialer Raum in der Stadt Mannheim, der jungen Menschen eine Anlaufstelle bei Problemen, im Alltag und für spezifische Themenprojekte bietet. Dafür werden verschiedene Events und Gemeinschaftsveranstaltungen angeboten. Der offene und zwanglose Austausch soll Kontakte und einen offenen Gedankenaustausch zu aktuellen Themen ermöglichen. Der Fokus des Projekts lag darauf, unterhaltsamen und inhaltlich starken Content für den Instagram-Kanal zu erarbeiten, um Reichweite, Sichtbarkeit und Follower zu steigern und langfristig mehr Teilnehmer für die Programmpunkte zu gewinnen. Zudem gab es bisher keine ausgearbeitete Social-Media-Strategie, die Betreuung und Bespielung des Kanals erfolgte in der Regel willkürlich. Dafür war es erforderlich, das Ziel und Vorhaben der Ankerstelle zu erfassen und verständlich in Posting-Inhalte zu verpacken. Dabei fanden die drei Säulen "Weit", "Tief", und "Nah" besondere Bedeutung. Zusammen mit dem Ankerstellen-Team, bestehend aus Florian Binsch und Jessica G. (Social-Media-Managerin) wurden verschiedenste bisherige Kommunikationsstrategien analysiert und hinsichtlich Instagram überarbeitet und optimiert. Für die Content-Erstellung wurden vor Ort Reels und Fotos produziert und Jessica G. in ein Grafiktool zur Befüllung bereits gestalteter Vorlagen eingewiesen. Neben des Instagram-Kanals der Ankerstelle wurde auch das Logo des Podcasts überarbeitet.

Durch die bereits gewonnene Erfahrung aus vorherigen Semestern konnte dieses Projekt sehr flüssig und ohne große Schwierigkeiten bearbeitet werden. Es war eine wertvolle Erfahrung, die agile Projektmanagement-Scrum-Methode an einem echten Projekt umzusetzen, welches hybrid durchgeführt wurde. Durch die routinierten Aufgaben konnten bereits bekannte Projektprozesse gefestigt und wiederholt werden. Klare Aufgabenteilung ermöglichte rasche Arbeitsschritte und verlässliche Aufgabenteilung.

Während des Projekts wurden wir intensiv von den Dozierenden Herrn Prof. Dr. Lembke und Herrn Borymski betreut. Offene Fragen wurden durch zusätzlich herangezogene Literatur beantwortet und gelöst. Das Projekt wurde durch folgende Studierende durchgeführt: Sally Egolf, Lisa Lissok, Kim Thory, Alina Lang, Lisa Wittlinger

Text: Lisa Wittlinger (WMMK19); Prof. Dr. Gerald Lembke (Wissenschaftlicher Betreuer und Dozent)

Vom Kundenauftrag zum Prototyp in 8 Wochen – Unsere Tipps für ein erfolgreiches Medienprojekt

Mai 2020: Die DHBW steht vor einer großen Herausforderung: Wie werden Studium und Lehre in den Zeiten einer globalen Pandemie organisiert? Auch für uns Studierende der Digitalen Medien war es eine ungewohnte Situation. Statt zur gemeinsamen Gruppenarbeit vor Ort trafen wir uns virtuell zum Kick-Off unseres Medienprojekts. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gerald Lembke und unseren Auftraggeber*innen von MYBESTBRANDS erstellten wir innerhalb von 2 Monaten den Prototyp eines Online-Marketplace für Green Fashion. Während der Bearbeitung des Auftrages konnten wir unser theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Dazu haben wir 5 Tipps zusammengestellt, wie wir ein Projekt dieser Größe trotz der aktuellen Situation erfolgreich abschließen konnten.

1. Planung ist das halbe Leben
Im Laufe des Projekts haben wir gelernt, wie wichtig eine klare Vorausplanung und das Timeboxing von Meetings sind. Gerade in größeren Arbeitsgruppen gilt es, den Überblick über bereits Erledigtes und anstehende To-dos zu behalten – auch wenn das manchmal nicht ganz einfach ist. Die Arbeit nach der agilen Projektmanagementmethode Scrum half uns dabei, das große Ganze stets im Blick zu behalten und unsere Zeit optimal einzuteilen.

2. Stärken und Talente von allen Beteiligten entdecken und nutzen
Nicht jede*r muss in allem Expert*in sein – verschiedene Neigungen, Interessen und Fachgebiete, die jede*r von uns in die Gruppenarbeit einbringen konnte, haben unsere Zusammenarbeit bereichert und zudem ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

3. Communication is the key
Der regelmäßige Austausch untereinander und mit unseren Auftraggeber*innen ermöglichte es uns, stets einen Überblick über die Aufgaben und den aktuellen Sprint zu behalten. Feedback, auch von außerhalb des Teams, schaffte immer neue Perspektiven und unterstütze uns dabei, kreative Lösungen zu finden.

4. Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg
Wie hilfreich klare Vorgaben und eine Eingrenzung des Projekts sind, konnten wir schon nach kurzer Zeit feststellen. Bereits zu Beginn konnten der Umfang und die zu erledigenden Aufgaben schnell erkannt und festgelegt werden. Das ist aber nicht selbstverständlich und nicht immer der Fall. Unser Tipp: Bleibt stets im engen Austausch mit euren Auftraggeber*innen und sprecht Unklarheiten an. Je genauer das Ziel definiert und spezifiziert ist, desto effizienter ist die Arbeit und der Weg dorthin.

5. Don’t panic
Zu guter Letzt: Die Welt geht nicht unter, auch wenn der Arbeitsaufwand zunächst überwältigend scheint. Auch kleine Schritte in Richtung Projektziel werden zu großen Erfolgserlebnissen, wenn sich die Fortschritte der Gruppe im Laufe des Projekts zusammenfügen.

Text: Marie Vöhringer (WMMK18); Prof. Dr. Gerald Lembke (Wissenschaftlicher Betreuer und Dozent)

Organisatorisches

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