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Erfolgreicher DHBW Forschungstag macht Stärke der Hochschule sichtbar
DHBW Mannheim gewinnt Sustainability Award
Die Herausforderungen unserer Zeit sind komplex und lassen sich nicht durch einzelne Fachdisziplinen allein lösen. Ob digitale Transformation, nachhaltige Entwicklung, gesellschaftliche Veränderungen oder gesundheitliche Fragestellungen – innovative Lösungen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Kompetenzen und Erfahrungen zusammenkommen. Ganz im Zeichen der Interdisziplinarität erwartete die Besucher*innen des DHBW Forschungstags am Standort Villingen-Schwenningen am 9. Juli 2026 ein großes Portfolio an Gegenwartsthemen.
"Forschung überschreitet Grenzen und sie soll verbinden", sagte Prof. Dr. Sabrina Kummer, die den Forschungstag an der DHBW in Villingen-Schwenningen moderierte. Diese Elemente in die Praxis zu tragen, das sei, was die DHBW auszeichne. Ebenso die Dualität "und viele kooperative Projekte", ergänzte DHBW-Präsidentin Prof. Dr. Martina Klärle. "Wo Grenzen enden, da beginnt Innovation."
Erfolgsfaktor: Interdisziplinärer Austausch
"Der Austausch über Fachgrenzen hinweg ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor für Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz und zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Zukunftsfähigkeit von Wissenschaft und Praxis ist", sagte Dr. Dirk Brinkmann als DHBW-Vizepräsident für Forschung, Innovation und Internationalisierung. "Ganzheitliche und nachhaltige Lösungen zu finden, das bedeutet auch für unsere Dualen Partner eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit", so Brinkmann weiter.
DHBW Sustainability Research Award geht an DHBW Mannheim
"Forschen. Verändern. Zukunft sichern" – unter diesem Leitgedanken wurde beim Forschungstag erstmals der DHBW Sustainability Research Award verliehen. Mit dem Preis würdigt die DHBW herausragende Forschungsarbeiten, die einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten und Forschungsergebnisse erfolgreich in Praxis, Gesellschaft oder Hochschule transferieren.
Den 1. Platz belegte Prof. Dr. Volker Schulz von der DHBW Mannheim mit seinem Forschungsprojekt "„PROKOREI H2 – Elektrochemischer Verdichter für die Reinigung und Kompression von Wasserstoff“. Die Arbeit überzeugte durch ihren innovativen Ansatz im Bereich der Wasserstofftechnologie und ihren Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme. Für den 1. Platz erhielt Prof. Dr. Schulz ein Preisgeld in Höhe von 3.000,– Euro.
Der 2. Platz ging an Prof. Dr. Barbara Schramkowski von der DHBW Villingen-Schwennigen für ihr Projekt "Best Practice Klimaschutz im Sozialsektor", das aufzeigt, wie nachhaltige Maßnahmen auch in sozialen Einrichtungen erfolgreich umgesetzt werden können.
Den 3. Platz erreichte Prof. Dr. Thomas Dobbelstein von der DHBW Ravensburg mit seiner interkulturellen deutsch-südafrikanischen Forschungsreihe zu den Themen Recycling, dem Kauf recycelter Produkte und Lebensmittelverschwendung.
Eingereicht wurden die Projekte in Form kurzer Video-Präsentationen. Über die Platzierungen entschied anschließend eine öffentliche Online-Abstimmung mit mehreren Tausend Teilnehmer*innen.
Vortrag: Künstliche Intelligenz als Paradigmenwechsel
Für die Keynote hatte die DHBW Villingen-Schwenningen einen besonderen Gast geladen: Der gefragte Speaker Julian Yogeshwar beschäftigt sich als KI-Experte, Unternehmer und Berater intensiv mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Beim DHBW Forschungstag ging er insbesondere auf die Potenziale der KI für die Forschung ein – etwa durch schnellere Analysen, neue Perspektiven und innovative Ansätze zur Lösung komplexer Fragestellungen. Seine Botschaft an die Zuhörer*innen: Wer sich mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzt, kritisch denkt und die Möglichkeiten der Technologie nutzt, kann neue Wege in Forschung, Lehre und Praxis eröffnen.
Poster-Slam und Poster-Ausstellung: Forschung sichtbar gemacht
Ein weiteres Highlight war der Poster-Slam samt Ausstellung: 19 eingereichte Forschungsposter zeigten die wissenschaftliche Vielfalt der Hochschule. In kurzweiligen Präsentationen machten die Forschenden selbst komplexe Themen leicht verständlich. Das Publikum konnte die Projekte hautnah kennenlernen und direkt für den Poster-Award abstimmen – ein Format, das auf riesiges Interesse stieß.
Workshops, Vorträge und Sessions inspirieren
Neben den Keynotes und Auszeichnungen bot der DHBW Forschungstag zahlreiche Möglichkeiten, aktuelle Forschungsfragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten; Forschende, Lehrende und Praxispartner kamen miteinander ins Gespräch. In Sessions, Workshops und Forschungsinputs standen Themen im Mittelpunkt, die für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen relevant sind. Der Tag zeigte eindrucksvoll: Innovation entsteht dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen zusammenkommen.
Staffelübergabe für den Forschungstag 2027
Zum Abschluss des Forschungstags wurde symbolisch die Staffel für die nächste Ausgabe weitergegeben: Rektor Prof. Dr.-Ing. Lars Meierling überreichte eine Weinranke als besonderen Staffelstab an Prof. Dr. Johannes Kern, Prorektor der DHBW Lörrach. Damit steht fest: Der nächste DHBW Forschungstag wird im kommenden Jahr an der DHBW Lörrach stattfinden.
Original-Text: DHBW Villingen-Schwenningen