Innovation als Antwort

DHBW Mannheim stärkt Standort mit neuem Campus, zeitgemäßen Studienangeboten und zukunftsweisender Forschung

Neuer moderner Campus in Käfertal, zukunftsorientierte Studienangebote, starke Partner, wegweisende Wasserstoff-Forschung: Trotz angespannter Wirtschaftslage und demografischen Wandels setzt die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim klare Akzente und positioniert sich weiterhin als Motor für die Fachkräfte-sicherung und als attraktive Forschungspartnerin im Bereich der Zukunftstechnologien in der Metropolregion Rhein-Neckar. Interessierte Unternehmen sind herzlich zum CampusTag eingeladen, um sich über eine Kooperation mit der Hochschule zu informieren. 

Ein neuer Meilenstein für die Campus-Entwicklung: DHBW Mannheim bezieht moderne Liegenschaft im Stadtteil Käfertal

Rechtzeitig zum kommenden Semesterstart im Oktober schlägt die DHBW Mannheim ein neues Kapitel in ihrer Standortgeschichte auf: Mit dem Bezug des ehemaligen ABB-Areals in der Mannheimer Straße 108 in Mannheim-Käfertal entstehen auf rund 8 000 qm moderne Kapazitäten für die Lehre von morgen. Die neue Liegenschaft bietet Platz für sechs BWL-Studienrichtungen sowie das Zentrum für empirische und experimentelle Betriebswirtschaftslehre (ZEEB) und löst damit die bisherigen Räumlichkeiten in der Käfertaler Straße komplett ab. Durch das Auslaufen der Mietverträge ist die Gelegenheit entstanden, gemeinsam mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Mannheim (VBA), neue Räumlichkeiten zu suchen und führte zur Anmietung der neuen Liegenschaft.

Moderne Infrastruktur trifft auf Nachhaltigkeit 

Das Gebäude soll über drei Etagen umfassend modernisiert und umgebaut werden, um es exakt auf die Bedürfnisse einer modernen Hochschule zuzuschneiden. Es entstehen Vorlesungs-, Schulungs- und Büroflächen, die auf interaktive Lehrformate und flexibles Arbeiten ausgerichtet sind. Sowohl Lehrende als auch Studierende profitieren von einer fortschrittlichen und digitalen Technik, die kollaboratives Arbeiten und innovative Didaktik aktiv unterstützen.

Ebenso werden die Räumlichkeiten für das Kompetenzzentrum ZEEB neu gestaltet, das mit seinen verschiedenen Laboren Audiovisual Lab, Data and Analytics Lab, Design Thinking Lab, Digital Media Lab, Experimental Lab, Focus Group Lab, Simulation Lab und dem Eyetracking Lab & Classroom vollständig mit umziehen wird. Als Zentrum für datengestützte Analysen und innovative Forschungsprojekte mit modernster Ausstattung wird es auch am neuen Standort studiengangübergreifend allen Studierenden einen experimentellen Raum für Versuchsreihen, Marktforschungssimulationen sowie kreatives Lernen und Arbeiten eröffnen. Zum Selbststudium werden außerdem speziell gestaltete Räume, quasi kleine Learning Center, eingerichtet. Sie bieten Studierenden die nötige Ruhe und technische Ausstattung für produktives Arbeiten zwischen den Vorlesungen. Ein begrünter Innenhof schafft eine lebendige Campus-Atmosphäre und lädt zum Austausch im Freien ein. Ergänzt wird dies durch eine in Planung befindliche Cafeteria im Nebengebäude, die künftig als sozialer Treffpunkt fungieren wird.

Schließlich gelingt der DHBW Mannheim mit dem Umzug nicht nur die Gestaltung eines modernen attraktiven Campus, sondern auch ein wertvoller Beitrag in Punkto Nachhaltigkeit. Eine neu installierte Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes trägt zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landes bei.

Wohnen und Versorgen direkt am Campus

Eine Aufwertung erfährt auch der Hauptstandort der DHBW Mannheim am Campus Coblitzallee in Neuostheim, denn in direkter Nachbarschaft entsteht auf einer Grundstücksfläche von 7 640 qm ein innovatives vierstöckiges Mixed-Use-Neubauprojekt. Hier verbindet Aldi Süd – auch Dualer Partner – eine moderne Filiale mit rund 200 Apartments für Studierende. Die Bauarbeiten haben bereits Anfang Januar planmäßig begonnen. Ab 2027 wird die FU.Life Group das Wohnheim betreiben – campusnäher kann man dann sicher nicht wohnen.

Die DHBW Mannheim – starke Partnerin in bewegten Zeiten

Trotz einer volatilen Wirtschaftslage, weltpolitisch großen Hausforderungen und demografischer Umbrüche bleibt die DHBW Mannheim mehr denn je eine verlässliche Bildungspartnerin für Unternehmen und Institutionen zur Qualifikation von Fach- und Führungskräften. Die neusten Kennzahlen spiegeln zwar sehr deutlich die Herausforderungen des Marktes wider, aber dennoch auch die hohe Qualität des dualen Modells.

Die Kennzahlen im Kontext der Wirtschaftslage

Derzeit studieren insgesamt 5 676 Studierende (3 639 Fakultät Wirtschaft; 2 010 Fakultät Technik; 27 Austauschstudierende) an der DHBW Mannheim dual. Zum Semesterstart am 1. Oktober 2025 nahmen 1 946 Erstsemester (1 251 Fakultät Wirtschaft; 668 Fakultät Technik; 27 Austauschstudierende) ein Studium in einer der 50 angebotenen Studienrichtungen der Fakultäten Wirtschaft und Technik auf – 339 weniger als noch im Vorjahr. Der Rückgang bei den Studienanfängern ist ein deutliches Signal für die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit. 

Viele Unternehmen agieren bei der Vergabe von Studienplätzen momentan aus finanziellen und strategischen Gründen vorsichtiger und wählen die Studierenden noch stärker nach passenden Eingangskompetenzen aus, während gleichzeitig die Generation Z verstärkt auf Flexibilität setzt. Längere Orientierungsphasen nach dem Abitur, der Wunsch nach weniger vorgegebenen Karrierepfaden aber auch eine abnehmende Mobilität führen dazu, dass sich junge Talente später oder selektiver binden.

Ebenfalls auf die konjunkturelle Zurückhaltung in den Schlüsselindustrien zurückführen lässt sich die etwas gesunkene Übernahmequote von 71,3 Prozent beim Abschlussjahrgang 2025 (Stand Oktober 2025). Gleichzeitig unterstreicht die hohe Absolvent*innenzahl von 1 604 aber sehr deutlich, dass die DHBW Mannheim eine verlässliche Talentschmiede bleibt, die kontinuierlich hochqualifizierte Fachkräfte in den Arbeitsmarkt entlässt. 

Agilität im Studienangebot als Antwort auf Veränderung und digitalen Wandel

Auf die aktuellen Trends reagiert die DHBW Mannheim mit maximaler Zukunfts-orientierung. Mit ihren 1 867 Partnerunternehmen im Rücken werden die Studieninhalte laufend an die digitale Transformation und den gesellschaftlichen Wandel angepasst. Ob KI-Integration in der Betriebswirtschaft, fortlaufende Modernisierung der Laborlandschaft oder nachhaltige Ingenieurwissenschaften – die Lehre an der DHBW ist kein starres Konstrukt, sondern ein dynamisches Abbild der modernen Arbeitswelt. Dank des lebendigen Dialogs mit der Wirtschaft gelingt so der permanente Theorie-Praxis-Transfer in beide Richtungen auch in Zeiten eines hohen Veränderungsdrucks.

Neben der Aktualisierung und Akkreditierung der Studieninhalte, wie unter anderem im Studiengang BWL - Versicherung jetzt BWL - Risk and Insurance Management, ist das neue Studienangebot Allgemeine Wirtschaftsinformatik, das zum 1. Oktober 2026 an der DHBW Mannheim startet ein gelungenes Beispiel für diese besondere Agilität.

Die Wirtschaftsinformatik (WI) ist aktuell einer „doppelten Dynamik“ ausgesetzt: Einerseits wandeln sich die betriebswirtschaftlichen Problemstellungen schneller denn je, andererseits entwickelt sich die IT als Werkzeugkasten der WI geradezu rasant. Um bei diesem Tempo mitzuhalten, wurde mit der Allgemeinen Wirtschaftsinformatik ein Modell geschaffen, das auf einem bewährten Kern basiert, aber durch kurzfristig anpassbare Schwerpunkte maximale Flexibilität bietet. So können zukunftsweisende Trends wie Generative KI oder kritische Herausforderungen wie die digitale Souveränität deutlich schneller in das Curriculum integriert werden, als dies in traditionellen Modellen möglich wäre. Vorteile, die auch für Studieninteressierte von Bedeutung sind: Die Entscheidung für eine hochspezialisierte Fachrichtung vor Studienbeginn entfällt, da das Studium zunächst mit dem Grundstudium der Wirtschaftsinformatik startet. Erst gegen Ende des ersten Studienjahres – wenn ein tieferes Verständnis für die Materie und die eigenen Stärken vorhanden ist – wählen die Studierenden ihre inhaltlichen Schwerpunkte. 

„Gerade in Zeiten des Wandels ist die Investition in duale Studienplätze die beste Versicherung gegen den Fachkräftemangel“, unterstreicht Prof. Dr. Jörg Baumgart, Rektor der DHBW Mannheim, seine Botschaft an die Wirtschaft. Die Hochschule ermuntert Unternehmen ausdrücklich, weiterhin zukunftsorientiert in den Nachwuchs zu investieren, denn wer heute Studienplätze anbietet, sichert sich die Innovationskraft, die morgen über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet. Das duale Studium bleibt das effektivste Instrument, um junge Menschen nicht nur fachlich zu qualifizieren, sondern sie durch echte Verantwortung auch persönlich weiterzuentwickeln und frühzeitig an das Unternehmen zu binden.

Wasserstoff: Energieträger der Zukunft im Fokus der Forschungsaktivitäten der DHBW Mannheim

Parallel zur Weiterentwicklung der Lehrinhalte festigt die DHBW Mannheim ihren strategischen Forschungsschwerpunkt auf dem Zukunftsfeld Wasserstoff. Grüner Wasserstoff gilt als Schlüsselelement der Energiewende, da er als CO2-freier Energieträger die Dekarbonisierung der Industrie und des Schwerlastverkehrs ermöglicht. Unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Schulz werden aktuell zwei neue wegweisende Projekte vorangetrieben: 

Das Projekt „Wasserstofflabore als GreenLabs neu denken“ widmet sich der Entwicklung und Implementierung eines nachhaltigen Betriebskonzepts für die Wasserstofflabore der DHBW Mannheim am Standort Eppelheim. Ziel ist es, grünen Wasserstoff direkt vor Ort zu erzeugen, zu recyceln und zu verteilen. Ein dabei entwickeltes Open-Source-Tool zur intelligenten Steuerung der Wasserstoffversorgungssicherheit soll künftig auch Partnerfirmen und anderen Hochschulen zur Verfügung stehen. Das Vorhaben wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen des Ideenwettbewerbs „BWGreenLabs: Nachhaltige Energie- und Ressourcenverwendung in Forschungslaboren des Landes Baden-Württemberg“ gefördert. 

Das zweite Forschungsprojekt, „PECVD_BipoCoat“, setzt bei der industriellen Wasserstoffherstellung an. Um die Kosten für Elektrolyseure zu senken, wird nach Wegen gesucht, teure Titan-Bauteile durch günstigere, beschichtete metallische Alternativen zu ersetzen. Die DHBW Mannheim konzentriert sich hierbei auf die messtechnische Untersuchung dieser neuen Beschichtungsverfahren, um deren Lebensdauer und Performance im industriellen Maßstab zu optimieren.

CampusTag am 13. März 2026 – Ein Tag, 100 Möglichkeiten

Um das duale Studium, das breite Studienangebot, die Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten und die Dualen Partner hautnah erlebbar zu machen, lädt die DHBW Mannheim am 13. März zwischen 13 und 18 Uhr zum großen CampusTag ein. Es ist die perfekte Gelegenheit für Schüler*innen, Eltern und auch Unternehmen, eine der größten Bildungseinrichtungen der Region kennenzulernen. 

100 Unternehmen am Campus Coblitzallee

Das Herzstück des CampusTags ist die Präsenz der Wirtschaft. 100 Partnerunternehmen werden vor Ort sein, um sich potenziellen Nachwuchskräften vorzustellen. Vom global agierenden DAX-Konzern bis zum hochspezialisierten Hidden Champion aus der Metropolregion Rhein-Neckar und darüber hinaus ist alles vertreten. Hier können Besucher*innen direkt erste Kontakte knüpfen, Fragen zu Bewerbungsverfahren stellen und herausfinden, welche Unternehmenskultur am besten zu den eigenen Zielen passt. Doch nicht nur die Firmen präsentieren sich. Die DHBW Mannheim selbst zeigt ihr vielfältiges Studienangebot in den Bereichen BWL, Technik, Wirtschaftsinformatik, IT und Medien. Professor*innen übernehmen die persönliche Beratung und erläutern die Details der verschiedenen Studienrichtungen. Das Studierendenwerk, die Agentur für Arbeit oder auch die Studierendenvertretung geben außerdem wertvolle Tipps rund um den Studienalltag. An der Studienplatzwall und am Infostand StudyUP lassen sich noch freie Studienplätze zum Herbst 2026 finden.

Highlights: Labore, Technik und Real Talk

Wer wissen will, wie moderne Lehre aussieht, sollte sich die Schnuppervorlesungen, die Campustouren und einen Besuch bei den spannenden Studienprojekten nicht entgehen lassen: Von Robotik, der Tesla-Spule und Additiver Fertigung über VR-Anwendungen und Wasserstoffforschung bis hin zu den interdisziplinären Studienprojekten um das Rennwagenteam CURE und die Roboterfußballmannschaft der TIGERs als nachvollziehbare Highlights eines lebendigen Theorie-Praxis-Transfers.

Besonders wertvoll für die Orientierung sind die Talkrunden „Ask me anything“ mit Studierenden. Hier gibt es keine PR-Floskeln, sondern ehrliche Einblicke in den Alltag: Wie stressig sind die Prüfungsphasen wirklich? Wie klappt der Wechsel zwischen Betrieb und Vorlesung? Und was macht das Studierendenleben in Mannheim aus? 

Neu dabei: Networking für die Wirtschaft

Erstmalig gibt es ein spezielles Angebot für die regionale Wirtschaft: Einen eigenen Infostand für Unternehmen, die bisher noch nicht mit der DHBW Mannheim kooperieren, dies aber in Erwägung ziehen. Interessierte Betriebe und Institutionen können sich im persönlichen Gespräch darüber informieren, wie sie selbst zum Dualen Partner werden und so ihren eigenen Fachkräftenachwuchs sichern können. 

Alle Informationen zum Programm, den ausstellenden Unternehmen und den Campustouren sind auf der begleitenden Website zusammengestellt.