Wichtige Studieninformationen

Das duale Studium der Studienrichtung Chemie- und Verfahrenstechnik beginnt jährlich am 1. Oktober. Der theoretische Studienabschnitt an der DHBW Mannheim und die Praxisphase beim Dualen Partnerunternehmen wechseln sich im Rhythmus von 3 Monaten ab.

Einen Überblick zu den Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium, der inhaltlichen Ausrichtung sowie anschließenden Karriereperspektiven erhalten Sie im Folgenden:

Sie erfüllen die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen? Dann ist der erste Schritt getan. Falls Sie noch Folgendes mitbringen, sind Sie für das Studium der Chemie- und Verfahrenstechnik genau richtig:

  • ausgeprägtes Verständnis der Naturwissenschaften Physik und Chemie
  • exzellente Kenntnisse in Mathematik
  • Kommunikationsfreude und Organisationsstärke
  • Spaß am Umgang mit Menschen und der Arbeit in Teams - eine Notwendigkeit für den Arbeitsalltag mit Kundenkontakt

Wirtschaftsingenieur*innen der Chemie- und Verfahrenstechnik haben die Aufgabe, Herstellprozesse wirtschaftlich und sicher zu gestalten sowie zu gewährleisten, dass die geforderten Produkteigenschaften erzeugt werden. Sie kennen die Anforderungen der häufig gefährlichen Materialien, der Erzeugnisse und jene an die Produktion, an die Lagerhaltung und den Transport.

Ein spannender Mix aus Naturwissenschaften, Ingenieurwesen und BWL

Auf die Studierenden wartet ein breit angelegtes Studium, sodass sie sich in viele interessante Themengebiete einarbeiten können. So beispielsweise in Werkstoffkunde, Elektrotechnik, Projekt- und Qualitätsmanagement ebenso wie in Rechnungswesen, Marketing, Unternehmensführung, Controlling und Logistik. Im technischen Bereich betrachten sie die Verfahrenstechnik aus verschiedenen Blickwinkeln (mechanisch, thermisch, usw.).

Ein elementares Handwerkszeug in der Chemie- und Verfahrenstechnik ist die Mathematik im Zusammenspiel mit den Naturwissenschaften. Das Verhalten vieler Rohstoffe lässt sich mit mathematischen Modellen abbilden und diese werden anschließend benutzt, um Fertigungsprozesse zu analysieren, zu steuern und zu verbessern. Daher begleiten Chemie, Physik und Mathematik unsere Studierenden während ihrer gesamten Zeit an der Hochschule und im Berufsleben.

Chemische Prozesse verstehen und gekonnt vermitteln

Während ihres dualen Studiums bekommen unsere Studierenden das nötige Wissen an die Hand, um chemische Prozesse verstehen, beurteilen und kontrollieren zu können. Sie gestalten zukunftsweisende Technologien und sorgen für einen effizienten Umgang mit Energien und Rohstoffen. An unserem Campus in Eppelheim, der über eine moderne Laborlandschaft zum Forschen und Experimentieren verfügt, bieten sich dafür ideale Rahmenbedingungen.

In ihrer Zeit an der DHBW Mannheim entwickeln sie ihre Stärken im Verstehen von abstrakten und im Vermitteln von chemischen bzw. technischen Zusammenhängen, was ihnen im Kundenkontakt besonders zugutekommt. Sie bauen sich ein Fachwissen und damit eine perfekte Basis auf, um sich in ihrem Berufsalltag mit Fachleuten der Chemie und der betriebswirtschaftlichen Fachabteilungen auf Augenhöhe auszutauschen.

Die detaillierte Ausführung der Studieninhalte finden Sie in der Modulbeschreibung.

Grundsätzlich sollen innerhalb der Praxisphasen die theoretischen Grundlagen der technischen und betriebswirtschaftlichen Lehrinhalte vertieft und praktisch angewandt werden.

Die Studierenden lernen alle Funktionen des Unternehmens, dessen Potenziale und in diesem Zusammenhang die Rolle der Digitalisierung kennen. Sie eignen sich eine systematisch-analytische Arbeitsweise und Argumentation an und sammeln Erfahrung in technischen sowie betriebswirtschaftlichen Abteilungen und Prozessen ihres Arbeitgebers.

In vielen Fällen werden Teile eines Auftrags an Lieferanten und Subunternehmer vergeben. Vertiefte Kenntnisse im Einkauf sind für den Anbieter von Anlagen ebenso wichtig wie für den Investor und Anlagenbetreiber und daher Bestandteil unseres Studienplans und der Praxisphasen.

Beispiele für Aufgaben- und Themenbereiche während der Praxisphase sind:

  • Grundlagen der Metallbearbeitung
  • Konstruktion, Fertigung, Qualitätsmanagement
  • Materialwirtschaft
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Auftragsabwicklung
  • Projektarbeiten
  • Fachübergreifende Lehrgänge
  • Selbstständige Bearbeitung von Projekten
  • Anfertigung der Bachelorarbeit

Auslandsaufenthalte sind in Absprache mit dem Dualen Partner möglich und werden für das 3. Studienjahr empfohlen.

Abschluss des Studiums ist nach 3 Jahren der Bachelor of Engineering mit 210 ECTS-Punkten.

Produzierende und weiterverarbeitende Betriebe für Kunststoffe, Lacke, Lösungsmittel, Kraftstoffe, Pflanzenschutzmittel, technische Klebstoffe, Papier, Kautschuk, Gummi, Pharmazeutika, Waschmittel, Kosmetik – die Liste der Industriezweige, die Verfahrenstechnik anwenden, ist lang und der Bedarf an Spezialist*innen der chemischen Verfahrenstechnik groß und weiter steigend.

Auch Unternehmen, die Anlagen für die Herstellung von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln, für die Petrochemie oder Wasseraufbereitung konzipieren und bauen, suchen Verfahrenstechniker*innen, um maßgeschneiderte Lösungen für Industriekunden anbieten zu können.