Aktuelles und Spannendes aus der Studienrichtung

Praxisnähe in unterschiedlichen Varianten

In der Studienrichtung International Business werden die vielfältigen Erkenntnisse aus den Vorlesungen mit diversen Veranstaltungen und Exkursionen verknüpft, zu denen Sie hier ausgewählte Kurzberichte finden. Doch damit nicht genug: Als innovatives Lehrkonzept dienen kooperative Unternehmensprojekte dem maximalen Praxisbezug in der Theorie und ermöglichen mehrdimensionales Lernen anhand einer Problemstellung aus der Praxis – ein Gewinn für Firmen und Studierende.

Seminare zu fremden Kulturen: Israel und Arabien

Das International-Business-Studium umfasst regelmäßig Seminare zu ausgewählten Kulturräumen. So erhielten die Studierenden kürzlich im 3. Semester Einblicke in die israelische sowie in die arabische verbale und non-verbale Kommunikationskultur.

Sowohl Herr Dr. Guy Katz, israelisch-deutscher Professor für Internationales Management und Führung, als auch der Unternehmensberater Herr Dr. Hourani verbanden dies mit praxisnahen Hinweisen zur interkulturellen Gesprächsführung. Im Arabien-Seminar wurde den Studierenden dafür zudem die arabische Sprache in Wort und Schrift näher gebracht.

Dem Engagement von Dr. Hourani war auch ein Besuch in der größten Moschee in Deutschland zu verdanken. Seine Erläuterungen im traditionellen Waschraum sowie im beeindruckenden Gebetssaal der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim brachten den Studierenden den Islam näher, dessen Bilderverbot insbesondere vielseitige Kalligrafien hervorgebracht hat.

Über 100 Gäste auf WIB-Alumni-Feier

Mit über 100 Studierenden, Absolvent*innen und Erstsemestern sowie Lehrkräften erfreute sich das Alumni-Treffen unserer Studienrichtung auch im September 2019 wieder eines regen Zuspruchs.

Zu Beginn gratulierten alle den Absolvent*innen, die in den Tagen unmittelbar vor der Feier erfolgreich ihre mündlichen Bachelor-Prüfungen absolviert hatten. Besonders willkommen geheißen wurden auch die neuen Erstsemester sowie die zahlreichen Absolvent*innen der letzten sieben (!) Jahre, die diesen "Termin" gerne und wiederholt für ein Wiedersehen nutzen.

Das Mannheimer Trafohaus, in dem die Feier erstmals stattfand, bot einen stimmungsvollen Rahmen für vielseitige und lebhafte Gespräche, die bis in die frühen Morgenstunden andauerten. Beim Auseinandergehen riefen sich viele zum Abschied zu: "Bis nächstes Jahr!"

Exkursion 2019: Vorlesungen im Gericht und auf Schiffen

Im Sommer 2019 führten die Vorlesungen beide Kurse des 2. Semesters erneut aus dem Hörsaal heraus – dieses Jahr ins Frankfurter Oberlandesgericht sowie zum Mannheimer Hafen.

Im Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt nahmen die Studierenden an 2 Sitzungen teil, in denen es um Mängel einer gekauften Wohnung bzw. in der Kalkulation eines von der Stadt beauftragten Brauprojektes ging. An beide Fälle schloss sich eine Frage- und Diskussionsrunde mit dem Oberlandesrichter an, wodurch die enge Verflechtung wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte in der Praxis besonders gut "erlebbar" wurde.

Im Mannheimer Hafen konnten sich die Studierenden aufgrund der Berichte von Hafenmitarbeitern ein gutes Bild davon machen, wie der flächenmäßig größte und ständig weiterentwickelte Binnenhafen Deutschlands als Wirtschaftsbetrieb geführt wird, wie Unternehmen der Region konkret mit ihm zusammenarbeiten, wie vielfältig die Aufgabengebiete in einem Hafen sind und welchen Anforderungen z. B. Binnenschiffer in Ausbildung und Beruf genügen müssen.

Von den insgesamt 3 Stromhäfen, 4 Hafengebieten und 14 Hafenbecken auf 1.131 Hektar war mit dem Passagierschiff "Oberrhein" natürlich nur ein Teil zu erkunden. Auf dem Arbeitsschiff "Wasserbüffel", das mit Bagger und großem Ponton zur Ablage von Baumstämmen ausgestattet ist, wünschten sich manche an jenem heißen Sommertag etwas Schatten herbei. Immerhin konnten aufmerksame Studierende zum Fahrtende einen besonderen Rieslingsekt gewinnen, der anlässlich des 175-jährigen Hafenbestehens produzierte wurde – die "Hafenperle".

Dank gebührt sowohl den Dozentinnen, Rechtsanwältin Julia Schumacher bzw. Diana Jalen, ehemalige DHBW-Absolventin und heutige Beraterin für Spedition, Transport & Logistik, als auch den Gastgebern Ulrich Schröder, Vorsitzender Richter am OLG Frankfurt a. M., bzw. Michael Dietrich, Leiter der Abteilung Technik bei der Hafengesellschaft, ohne deren freiwilliges Engagement diese Exkursion nicht stattgefunden hätte.

Dozentenkonferenz 2019: "Sehr wertvoller, offener Austausch"

Das Lehrbeauftragten-Treffen der Studienrichtung International Business, das alle 3 Jahre stattfindet, stand im April 2019 vor allem im Zeichen der neuen Prüfungsformen. Der Teilnehmerkreis diskutierte offen über deren Möglichkeiten und Folgen für die Lehre.

Der rege Erfahrungsaustausch umfasste zudem Themen wie den Einsatz verschiedener Lehrmethoden, Leistungsansprüche der Lehrenden an die Studierenden oder die Bewertbarkeit von Gruppenarbeiten. Diverse Informationen zur Organisation der Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Zusammenarbeit mit der Studienrichtung sowie z. B. zu Fortbildungsangeboten und zur gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht der Lehrbeauftragten rundeten die Veranstaltung ab.

Europa-Exkursion 2019: "Anstrengend, aber sehr spannend"

Hafen Antwerpen, EU-Kommission und Lobbyisten in Brüssel, Europäischer Gerichtshof (EuGH) und Privatbank in Luxemburg: Das Programm der jährlichen Studienfahrt war im März 2019 erneut gut gefüllt für die Studierenden des Mannheimer Studiengangs BWL - International Business.

Die besuchten Unternehmen und Institutionen gaben wertvolle Einblicke in ihre alltägliche Arbeit. Im Antwerpener Hafen umfasste dies z. B. die Umladung von Kraftfahrzeugen, Kühlprodukten und Granulaten. In Brüssel zeigten die Würth GmbH & Co. KG sowie die Baden-Württembergische Vertretung die Möglichkeiten und Grenzen der Mitwirkung an EU-weiten Initiativen auf.

Bei 3 Vorträgen in der EU-Kommission boten Brexit, US-Handelskonflikt und Handelsabkommen mit der Türkei hinreichende Anlässe für einen regen Austausch, der sich beim EuGH in Bezug auf ausgewählte Fälle des Kartellrechts fortsetzte. Zum Abschluss nahmen die Studierenden des 1. Studienjahres eine weitere für sie neue EU-Perspektive ein, als sie in der DZ PRIVATBANK die Besonderheiten der Markenführung sowie des Fonds- und Private Banking-Geschäfts in Luxemburg kennenlernten.

Exkursion nach Bangalore, Indien

Mitte April 2018 reisten 11 Studierende der Studienrichtung International Business im Rahmen einer Exkursion nach Bangalore, einer 10 Millionen-Stadt im Süden Indiens.

Ziel war, das Land in seiner wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Vielfalt und seinen Gegensätzen kennenzulernen und dies "hautnah" zu erleben.

Nach dem Indian Institute of Science, dem sogenannten MIT Indiens, lernte die Gruppe die Robert Bosch GmbH in Indien kennen und erfuhr dort viel über neue Anwendungen im Car Multimedia-Bereich sowie über Prozesse im Human Resource Management. Der Besuch einer modernen Fabrik des Unternehmens führte zu neuen Erkenntnissen und reduzierte Stereotype zu schlechten indischen Fertigungsbedingungen. Bei Freudenberg Indien standen in den Vorträgen von Top-Managern Aspekte des Marketings, Channel Mana­ge­ments und Compliance im Fokus.

Die Besichtigung von 3 Leder-Fabriken in der Stadt Ambur brachte intensive Ein­blicke in den Produktionsprozess – von gerade abgezogenen Häuten z. B. von Kühen, Schafen, Ziegen bis zum fertigen Luxus-Schuh/-Gürtel/-Portemonnaie – mit seinen außerordentlichen Belastungen und Gefahren für die Beschäftigten. Im Sozialprojekt anu Life in einem Slum zeigten Mütter, wie sie Hand­taschen und Geldbörsen aus wiederverwendeten Tetrapacks und Zement­säcken herstellen. Dort besuchten die Studierenden auch 2 Wohnungen und wirkten per­sön­lich an einer – von Expats organisierten – Summer School für Slumkinder mit.

Barfuß-Besichtigungen von Tempeln, Kühe inmitten des dichten und abgasreichen Stadtverkehrs, Tanz mit Waschmännern unter lautem Trommelwirbel am Ulsoor Lake, Breakfast im Expat-Home und Lunch in an Indian Home, Abende in indischen Kneipen und Cocktails im exklusiven Embassy Boulevard Club: Die Liste der erlebten Kon­traste füllte sich von Tag zu Tag und von Abend zu Abend.

Zum Abschluss der 10-tägigen Reise ging es mit einem Schlafbus nach Goa an den Indi­schen Ozean. Vor Hütten mit direktem Meerblick wurden die Erkenntnisse für die Projekte, die mit der Exkursion verbunden waren, zusammengetragen und Berichte sowie Präsentationen vorbereitet. Dies ging ebenso mit einer lebhaften Diskussion und Verarbeitung der Eindrücke einher wie die lange Feier am letzten Abend.

Benelux-Exkursion 2018: "Voll gepacktes Programm und lockere Atmosphäre"

Im März 2018 startete der Jahrgang WIB17 die nächste Runde der jährlichen Exkursion der Studienrichtung. Die Studierenden beider Kurse steuerten zusammen mit ihren Dozenten eine Universität in den Niederlanden sowie verschiedene Firmen und Institutionen in Belgien und Luxemburg an.

Die Busfahrt auf dem Weg in die Niederlande wurde für einen Besuch der Firma Moritz J. Weig GmbH & Co. KG genutzt: Im Rahmen einer Firmenpräsentation und Werksführung wurde der gesamte Prozess der Kartonherstellung vom Altpapierrecycling bis hin zum Versand der neuen fertigen Kartonage dargelegt. Gegen Abend in den Niederlanden angekommen, klang der Tag gemütlich in der Altstadt von Nijmegen aus.

Am nächsten Morgen erhielt die Gruppe dort an der Radboud Universiteit zunächst eine Führung über den Campus, auf dem insbesondere die großzügige Gestaltung des Neubaus beeindruckte. Durch mehrere Vorträge gewannen die Studierenden zudem erste Einblicke in die Inhalte eines potentiellen Masterstu­diums. Danach ging es weiter nach Brüssel, sodass die Kurse am Abend die Stadt erkunden konnten.

Am nächsten Tag folgten Vorträge in der EU-Kommission und der Baden-Württembergi­schen Landesver­tre­­tung bei der EU. Dies umfasste auch Berichte von Vertretern der Firmen Bosch und EnBW zur alltäg­li­chen Lobbyarbeit, die sie am Beispiel ausgewählter Themen verdeutlichten. In Luxemburg schließlich wurde dem Kurs bei einem Besuch im Europäischen Gerichtshof dessen Funktionsweise am Beispiel aktueller spannender Fälle erläutert. Auch den letzten Abend verbrachten Studierende und Dozenten gemeinsam und ließen die Woche während des Anstoßens mit dem regionalen Bier 'Leffe' bereits einmal Revue passieren.

Der Besuch der DZ Privatbank am letzten Exkursionstag brachte ein weiteres Highlight, zumal die Studie­renden aktiv in die Vorträge über Marken, Nachwuchskräfte und Dritt­fonds eingebunden wurden. Das Fazit einer Studentin kann wohl als stellvertretend für alle TeilnehmerIn­nen gelten: "Eine gelungene Exkursion, die neben fachlicher Bereicherung vor allem auch die soziale Interaktion gestärkt hat".

Auftraggeber für Unternehmensprojekte 2020 gesucht!

Beschäftigt Ihr Unternehmen eine Frage- oder Problemstellung, für deren Bearbeitung im Haus aber keine ausreichenden zeitlichen Ressourcen oder die benötigten Methodenkenntnisse vorhanden sind? Dann geben Sie doch ein Unternehmensprojekt bei unseren IB-Studierenden in Auftrag. Von März bis Juni wird eine Projektgruppe unter Betreuung durch unsere IB-Dozent*innen das Thema für Sie untersuchen, erforschen und einen Lösungsansatz erarbeiten.

Wir haben alle wichtigen Informationen rund um die Unternehmensprojektefür Sie zusammengestellt. Hinweise zu den Rahmenbedingungen finden Sie auch in unseren FAQ.

Wir freuen uns auf Ihre Aufträge.

Unternehmensprojekte im 6. Semester

Im 6. Semester werden von den Studierenden der Studienrichtung International Business im Rahmen der 2 Wahlpflichtfächer Unternehmensprojekte durchgeführt. Duale Partner und andere Unternehmen geben dabei firmeninterne Projekte in die Bearbeitung durch kleine Studierendengruppen.

Die Forschungsprojekte sollen für alle Beteiligten einen Gewinn darstellen: die Unternehmen profitieren davon, eine fachlich fundierte Hilfestellung bei der Bearbeitung einer betrieblichen Fragestellung zu erhalten. Für die Studierenden dagegen bietet die Projektarbeitserfahrung die Möglichkeit, betreut von Dozent*innen der DHBW Mannheim zu lernen, in Teamarbeit komplexe Sachverhalte innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums zu bearbeiten und dem Auftraggeber eine Lösung zu präsentieren.

Das Unternehmensprojekt hat dementsprechend auch einen hohen Stellenwert im IB-Studium. Es geht als Studien- und Prüfungsleistung zu jeweils 25% in die Endnote der 2 Wahlpflichtfächer ein.