Linda Schorer erhält Brigitte-Schlieben-Lange Stipendium

Karriere mit Kind an der DHBW Mannheim

Linda Schorer ist ab 1. Januar 2020 für zwei Jahre Stipendiatin im Brigitte-Schlieben-Lange-Programm. Mit dem Ziel der verbesserten Vereinbarkeit einer Hochschulkarriere mit dem Familienleben werden explizit Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind und Berufsziel Professur gefördert. Das Stipendium wird vergeben vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und koordiniert von der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten (LaKoG), dem Zusammenschluss der Gleichstellungsbeauftragten der Universitäten, Pädagogischen Hochschulen sowie der Musik- und Kunsthochschulen des Landes Baden-Württemberg. Linda Schorer konnte mit dem aktuell sehr relevanten Thema: Wasserstoff als Antrieb für Autos und einem Master in Wirtschaftsingenieurwesen die Jury überzeugen.

Linda Schorer arbeitet an der DHBW Mannheim im EU-geförderten Projekt MEMPHYS, welches im Forschungscluster Elektrochemie (ELCH) angesiedelt ist. Im Team mit sechs Partnern aus fünf Ländern forscht sie an der Entwicklung eines Systems zur Reinigung von Wasserstoff. Angesichts der anhaltenden Klimadiskussion ein hochaktuelles Thema, denn gereinigter Wasserstoff ist als alternativer Energielieferant einsetzbar. Auch in ihrer Doktorarbeit beschäftigt sich Schorer mit dem Thema Wasserstoff. Hier geht es allerdings ganz praxisorientiert um Wasserstofftankstellen. Ähnlich dem bekannten Problem von Elektroautos und Ladestellen gibt es auch für Autos mit Wasserstoffantrieb (noch) keine ausreichende Infrastruktur. In ihrer Arbeit analysiert sie die technische Umsetzbarkeit und die Wirtschaftlichkeit von Home Fueling oder Quartierstankstellen. Das Promotionsvorhaben wird im Rahmen einer Kooperation mit der TU Chemnitz durchgeführt.

"Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass junge Frauen sich bei der Studienwahl an Role Models orientieren, deshalb wollen wir in den Ingenieursstudiengängen mehr Professorinnen! Aktuell beträgt der Anteil an Studentinnen dort gerade einmal 17 % und damit nutzen leider noch zu wenige junge Frauen die spannenden beruflichen Entwicklungschancen, die ihnen ein Informatik- oder Ingenieursstudium im Zeitalter der Digitalen Transformation eröffnen. Frau Schorer ist unsere erste Stipendiatin im Brigitte-Schlieben-Lange-Programm und ich freue mich riesig für sie“, betont Prof. Kathrin Kölbl, die sich als Gleichstellungsbeauftragte an der DHBW Mannheim intensiv für die Erhöhung des Frauenanteils sowohl unter den Studierenden als auch in der Lehre engagiert.

Zum Hintergrund:

Das Cluster Elektrochemie (ELCH) ist ein studiengangsübergreifendes Forschungscluster im Studienbereich Technik der DHBW Mannheim. ELCH beschäftigt sich mit Energiewandlungs- und -speicherungsprozessen in Batterien und Brennstoffzellen. Schwerpunkt der Forschung ist der Bezug zur Nachhaltigen Mobilität über eine technische Optimierung und eine Kostenreduktion der Komponenten und der Infrastruktur.

Das Brigitte-Schlieben-Lange-Programm hat das Ziel, die Anzahl der auf eine Professur berufbaren Frauen mit Kind durch eine bessere Vereinbarkeit der Qualifikationsphase mit familiären Pflichten zu erhöhen. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -künstlerinnen sollen bei der Qualifizierung für eine Professur unterstützt werden, um ihnen eine größere Planungssicherheit während der Qualifizierungsphase zu bieten.